Programm: ErzählTheater „Der Fischer und seine Frau“

Der Fischer und seine Frau erzählen Geschichten vom Meer, von seinen Bewohnern und von den Wundern, die darin, darum und darüber geschehen.

Zeitungsbericht: Auftritt „Vom Fischer und seiner Frau“, Sterzing

Probenmitschnitt 2016; Kulturhaus Oberrasen, Südtirol

Klausen: Adventstheater „Scrooge“

Ein Stationentheater quer durch die historische Altstadt von Klausen:
An den vier Adventssamstagen könnt ihr bei diesem besonderen Theater erleben, wie der alte Mister Scrooge vom geizigen Leuteschinder zum mitfühlenden Menschenfreund wird.

Ganz nebenbei bekommt man wieder einmal die Möglichkeit, aussergewöhnliche, historische Räume in Klausen zu erleben, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind.

Programm: Onkel Tonkas Gurkenglas-Geschichten

In einem Gurkenglas findet man saure Gurken. Doch als Onkel Tonka in sein Gurkenglas greifen will, holt er keine Gurke heraus:
In seinem Gurkenglas findet er eine Geschichte. Und die will unbedingt erzählt werden…
Der Erzähler läd die Kinder auf eine verzauberte Reise ein, quer durch seine frei erzählten Geschichten und Fabeln, begleitet von den sonderbaren Gestalten und klugen Tieren, die in seinem Gurkenglas stecken.

Christopher Robin erzählt Geschichten, Märchen und Fabeln, begleitet von Flöte, Gitarre, Licht und Schatten und seinem reiselustigen Koffertheater.

Dauer: zirka 40 Minuten
Für Kindergarten und Grundschule
Bis maximal 30 Kinder

Programm: Von Starken Frauen und klugen Mädchen

Kennt ihr eine berühmte Märchenheldin?
Eine Prinzessin, die auszog, ihren Prinzen zu erobern?
Frauen mit Bärenkräften, die ganze Bäume mit links aus der Erde heben?
Mädchen, die so klug sind, das es für zwei reicht?

Nein?
Dann hört einmal Onkel Tonka zu, der weis von so einigen Frauen, die sich in der Welt behauptet haben.

Christopher Robin erzählt Märchen von klugen, starken und mutigen Frauen, die ihre eigenen Wege als Märchenheldinnen gehen.

Für Grundschüler von der 2. bis 5. Klasse
Dauer: ca. 50 Minuten

Projekt: Das Leiferer SagenProjekt

Märchen und Sagen gibt es, seit Menschen auf der Welt sind, die gemeinsam um ein Feuer sitzen und dabei Worte und Gedanken austauschen, in allen Ländern, bei allen Völkern, in allen Strassen und Gassen. Märchen handeln von Furcht und Mut, von Liebe, Heirat und Abenteuer, von der großen Reise, von fabelhaften Wesen und zauberhaften Begebenheiten und Dingen; Sagen erzählen nicht selten von verfluchten Wesen und deren oft fatale, mystische Begegnung mit einfachen Menschen, deren Namen und Leben mit realen Orten und Zeiten eng verbunden sind. So manch eine Sage, in einer alten, von einem Holzofen beheizten Stube frei erzählt, eine kalte Winternacht vor den Fenstern, gleicht einem modernen Thriller im Fernsehen, gruselig und verstörend; wieder andere Sagen erzählen uns von hilfreichen Wesen, die auf unerklärliche, mystische Weise, Glück und Segen über die ihnen wohlgesonnenen Menschen bringen, solange diese ihre sonderlichen Weisungen beachten und wertschätzen.

In Leifers widme ich mich seit November vergangenen Jahres einem Erzähl-Projekt im leiferer Seniorenzentrum, das die raren leiferer Sagen und Volkserzählungen sucht und wieder erzählbar macht. Gemeinsam mit einigen Leiferinnen blättern wir in alten Sagenbüchern nach überlieferten Sagen und forschen im Gespräch mit anderen Leiferern nach Sagenkeimen, nach leiferer Sprichwörtern, sagenhaften Ortsnamen oder mystischen Wesen, von deren Existenz der ein oder andere noch weiß. Gemeinsam erzählen, phantasieren und fabulieren wir im kleinen Kreis über die schöne Aldeinerin vom Göllersee, über die hochmütigen und grausamen Bewohner der alten Stadt Nisselburg, fragen uns, woraus wohl der Schatz unterm Peterköfele besteht und alleweil wird erzählt, wie es früher war und Erklärungen gesucht, warum es wohl zu der einen oder anderen Sage gekommen ist, überlegen, zu welchen Gelegenheiten in Leifers einst erzählt wurde.

Das Brainstorming zur Sage vom „alten Costanza“, den es einst wirklich gab.

Fünf Treffen haben wir seit November gehabt, fünf werden noch folgen und zum Abschluss, im Mai, werden wir gemeinsam die Ergebnisse unserer Sagensuche auf der Bühne erzählen. Bis dahin geht unsere spannende Reise durch die Geheimnisse der alten Volkserzählungen weiter und ich bin neugierig, welche Geschichte wir als nächstes entdecken.

Erzählnächte 2014 / 2015 in Marias alter Bauernstube

Unsere erste Erzählnacht begann um 12 Uhr.
Mittags.
Geschichten mögen es gerne, wenn man es ihnen gemütlich macht, sie wollen sich eingewöhnen, möchten die Räume erkunden, die Menschen kennen lernen, die Märchen wollen ihre Wunder und Zauber in den Ritzen und Kanten, hinter den Vorhängen und unter den Decken verstecken, Stimme und Seele mögen von der Luft kosten und sie gleichsam zum Schwingen bringen …

Das brauchte seine Zeit, und so waren wir schon mittags zu Marias Bauernhof angereist, um uns und unsere Wirkungsstätte vorzubereiten.

Um 16 Uhr habe ich die erste Runde Geschichten erzählt, zum Aufwärmen, drei davon, anschließend hat Corinna mit dem Feuer getanzt und Andrè das Digeridoo und die Djembe tönen lassen … für all jene, die uns noch vor Einbruch der Nacht wieder verlassen mussten.

Maria, Valentin und Angela haben uns derweil Waffeln auf der alten Küchenhexe gebacken, die dann schneller verspeist waren, als man schauen konnte.

Um 19 Uhr begann die Erzählnacht für alle, die dort übernachteten; Decken, Schlafsäcke, Kissen, Puppen und Kuscheltiere suchten sich ihre Plätze, Geschichten um Geschichten sammelten sich um den alten Ofen in der Bauernstube, weise Hirten, dumme Bauern, Landstreicher, Könige, Prinzessinnen, Abenteuer und weite Wege, fremde Länder besiedelten unsere Ohren, belustigten oder stimmten uns nachdenklich, zeigten die Liebe und den Hass, den Geiz und den Großmut, das Kleine und das Große, das Liebe und das Böse …
Um 1 Uhr nachts schlossen wir unsere Augen.
Um 6 Uhr morgens erklangen die ersten Gitarrenklänge, Geschichten weckten die Schlafenden sanft aus ihren Träumen.
Und als sich alle aus ihren Schlafsäcken und Kissenburgen befreit hatten, brachte uns Maria ein wunderbares Frühstück mit Kakao und süßem Zopf, mit Kaffee, Marmelade und Bauernbrot.

Das war eine wunderbare Nacht. Danke an alle, die sich daran beteiligt haben, an alle, die zugehört haben, an alle, die geholfen haben, an Maria, dafür, dass sie uns ihre alte Bauernstube hergerichtet und zur Verfügung gestellt hat, überhaupt für die ganze großartige Verköstigung, für das frühe Aufstehen und für das Frühstück, Dank an Corinna für ihre Geschichten und ihren wundervollen Feuertanz, an Andrè für die musikalische Begleitung …

VideoDoku der 2. Erzählnacht in Gsies, 2015

Zum Gelingen der Erzählnacht 2014 haben neben vielen Anderen folgende Künstler beigetragen:

Maria Hofmann
Bergbauernhof Voadohuibn, St. Magdalena Gsies
E-Mail: voadohuibn@rolmail.net
Voadohuibn; Urlaub auf dem Bauernhof
Corinna Walder, Sillian, Osttirol
Märchenerzählerin, Feuertänzerin, Mitmachzirkus-Kinderanimation, Kinderschminken, Walking-Acts, Didgeridoo-Spielerin
corinna.walder@gmail.com
http://www.dasspielvolk.at
Andrè Schmid, Sillian, Osttirol
Musiker – Sänger/Songwriter, Didgeridoo-Spieler, Komponist/Produzent
E-Mail: kontakt@andre-schmid.at
http://www.andre-schmid.at
http://www.sacred-keys.com
Christopher Robin Goepfert, Klausen, Südtirol
Geschichten- und Märchenerzähler, Koch
E-Mail: mail@goyastorys.art
https://goyastorys.art